URBAN PERSPECTIVES: Die Ausstellenden im Interview

Unter dem Motto URBAN PERSPECTIVES präsentieren 18 Kunstschaffende aus ganz Deutschland ab dem 22. August 2021 jeweils zwei ihrer Werke in der GRACE DENKER GALLERY in Form einer Gruppenausstellung. Vier der Künstler präsentieren ihre Werke am 22. August 2021 in einer eintägigen Ausstellung.


Die Stilrichtungen sind vielfältig, wobei sich Abstraktion, Expressionismus, Foto- und Collagenkunst zu einem Kollektiv für die Ausstellung zusammenschließen. Die Kollektion ist lebendig, faszinierend und fesselnd und lädt den Betrachter ein, in jedem Stück etwas Neues und Inspirierendes zu entdecken.


Lernen Sie in folgendem Beitrag die Ausstellenden besser kennen und erhalten Sie einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und ihre artistischen Konzepte. Die Ausstellenden beantworten uns, wie ihr künstlerischer Prozess aussieht, wie sie beginnen und welche Materialien sie verwenden. Zudem erklären sie, welchen Einfluss ihre Kunst auf die Welt haben kann.


In dem Interview äußern sich Anja Kowalik, Antje Petershagen, Barbara Vogel, Christine Weber-Nolte, Geo Vidal, Günter Krenz, Jack Mason, Leilani Euphrosyne, Lilly Helja Jonasson, Nina Roth, Pia Schwabe, Sabrina Freihoff, Torsten Zöllner, Carsten Wolff, Teodora Dumitrache.


Anmeldung für die Vernissage unter: https://www.artcraftliving.com


Anja Kowalik


Meine Bilder entstehen, in dem ich ausprobiere, experimentiere und die Farben immer wieder neu auf der Leinwand auftrage. Nach und nach lege ich Schichten übereinander, verdichte malerische Spuren und lasse mich von ihnen inspirieren. Im Malprozess bin ich frei, kann unmittelbar auf Entstehendes reagieren und immer wieder Neues entdecken. Aus dem spontanen, intuitiven Ansatz entsteht eine Komposition.

Im Fokus meine Künstlerische Arbeit stehen Bilder für die ich Acrylfarben auf Leinwänden verwende. Oft sind es die Farben, die dem Bild Stimmung und Ausstrahlung verleihen. Gerne tauche ich in die Welt der Mixmedien und nutze unterschiedlichen Materialien und Techniken.

Meine künstlerische Arbeit ist wie ein Tagebuch, es ist eine Möglichkeit meine Empfindungen und Eindrücke mitzuteilen.

Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte, ist ein Individuum.

Durch meine Bilder erhält der Betrachter einen freien Raum wo ich die Zeit angehalten habe. In den Räumen kann der Betrachter die Zeit für sich finden, für seiner Gedanken, Gefühle, Empfindungen und Eindrücke.

Ich male, was ich fühle, was ich sehe, was mich berührt und bewegt. Meine Inspirationsquellen sind meine eigene Erlebnisse und Reisen, Träume und Gefühle, welche sich in meinen Werken wiederspiegeln.



Antje Petershagen


Das Medium Farbe ist, neben der Sprache, mein Ausdrucksmittel, wie andere Künstler den Tanz oder ein Musikinstrument wählen. Ich kanalisiere meine Emotionen und Gedanken, biete ihnen eine Möglichkeit der Selbstdarstellung. Der Dialog mit dem Betrachter, die Resonanz mit der mich um-gebenden Natur, das Nachinnengehen, der komplette Rückzug in mich selbst und das Herauskommen aus diesem Prozess mit einer Botschaft, verdeckt oder offen und einem Bild, das meine Zielgruppe anspricht, das ist mein Weg.


Ich liebe Skizzenbücher, die mich den Prozess einer Thematik darstellen lassen. Recherche, Ideen, Skizzen, die Fusion dieser. Vieles läuft parallel bei mir, das Skizzenbuch, meine sehr persönliche Sammlung, meine Sammlung an Fundstücken aller Art, Vogelnester, Steine, Muscheln, eben all die kleinen Dinge, die in meinen Augen die reine Schönheit widerspiegeln. Ich arbeite fast immer nur an einem Bild, an einer Botschaft. Ich liebe Aquarellieren, diese Unberechenbarkeit des Prozesses, das Loslassen von Erwartungen, das Glücksgefühl, wenn Farbpaletten etwas in mir bewegen. Allerdings sind Drucktechniken, um mit Pflanzenmaterialien zu experimentieren, eine wunderbare Gelegenheit die Bestandteile meiner Material- und Gerätebox in Gebrauch zu nehmen.


Ich visualisiere kein Bild im Voraus, ich kann das nicht. Ich habe eine Idee, einen Gedanken, ein Thema das mich bewegt oder auch im Leben trägt. Da ich meist zu einer bestimmten Zeit mit dem Malen anfange, habe ich bis dahin etwas, das ich durch Farben ausdrücken möchte. Manchmal skizziere ich ein wenig. Allerdings halte ich mich kaum daran. Ich male mit und durch meine Hand, das Bild entwickelt sich selbständig. Erst später arbeite ich mit dem Verstand und entscheide, ob ich noch einige Details, eine neue Technik, eine weitere Farbe oder einen Text ergänzen möchte.

Ich bezeichne meine Kunst als „mindful“. Meine Botschaft: durch Kunst kann ich Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Lass dich inspirieren, erkenne, wer du wirklich bist.  




Barbara Vogel

Meine abstrakten Gemälde und Collagen spiegeln die unterschiedlichen Stimmungen, Erfahrungen, Krisen und glücklichen Momente des Lebens wider. Ich beginne intuitiv, manchmal mit geschlossenen Augen und sehe dann, was sich daraus entwickeln kann. Eine neue Leinwand ist immer der Beginn eines Seelenspaziergangs, dessen Ziel ich noch nicht kenne.


Ich lasse mich von Musik inspirieren, nutze die ganze Bandbreite von HipHop bis Klassik, fokussiere mich auf meine Emotionen und die damit verbundene Energie. Unbewusstes wird sichtbar und macht jedes meiner Bilder zu einer einzigartigen persönlichen Momentaufnahme Die meisten meiner Bilder haben keine Titel, weil ich den Betrachter*innen allen Raum für ihre Fantasie, Gefühle und eigenen Geschichten geben möchte. Diese Arbeitsweise ist sicherlich auch durch meine kunsttherapeutische Ausbildung geprägt.


Ich arbeite überwiegend mit Acrylfarben auf Leinwänden und hochwertigen Papieren, häufig finden sich aber auch Ölkreiden, Tinten, Kohle, Marker, Buntstifte u.a. in meinen Bildern. Pinsel, Messer und Spachtel sind Grundwerkzeuge, aber auch Löffel, Flaschen oder Besen kommen zum Einsatz. Ich entscheide auch hier sehr intuitiv, was ich als nächstes nutze, mal entstehen fließende Übergänge, mal deutliche Grenzen und verschiedene Texturen

Den Prozess mit großer Freude genießen, Fehler zulassen und als neue Inspirationsquelle nutzen, mich selbst überraschen und andere berühren, dass macht meine Kunst aus.




Carsten Wolff


Ich arbeite intuitiv, wobei ich mich gern auch von verschiedenen Stilrichtungen leiten lasse. Bei diesen beiden Arbeiten ist es russische Avantgarde. Beispielweise genannt: Ljubov Popova, Boris Ender. Sie bestechen durch ihre Formen- wie Farbensprache. Einfach in der Konstruktion der Bilder, jedoch sehr emotional ansprechend.

Mir war es wichtig, (mir) zu beweisen, ob ich diese Kunstform umsetzen kann. Besser, ob ich diese Kunstform verstehen kann. Für den Betrachter mag es erscheinen, es sei eine leichte Arbeit. Weit gefehlt. Eben in der Strukturiertheit liegt die Krux / der Schweregrad dieser Arbeiten. Darüber hinaus hilft diese avantgardistische Kunst beim Verstehen anderer Stilrichtungen. Durch die Strukturiertheit und klaren Linien etwas auszudrücken, dem Betrachter zu vermitteln,

bedeutet keine Umwege vorzunehmen, indem Formen sehr ausgearbeitet werden. Beide Arbeiten sind in Acryl auf Leinwand ausgearbeitet worden.




Christine Weber-Nolte


Die Idee von meiner Kunst ist in erster Linie Freude und das Spiel mit den Farben.

Ich habe mich 35 Jahre lang als Therapeutin und Heilpraktikerin mit den physischen und psychischen Problemen meiner Klienten auseinandersetzen müssen. Die Quintessenz meiner diesbezüglichen Erfahrungen, so banal das klingen mag, ist, dass Menschen vor allen Dingen Freude im Leben erfahren müssen, um ( mehr ) gesund zu sein. Ohne Freude werden Körper und auch der Geist krank.

Nun ist die Malerei nicht die einzige Möglichkeit, Freude zu erleben.

Musik, die Natur, Spiritualität, Reise und Buddhismus - all das sind die Inspirationen, die ich für meinen kreativen Prozess brauche : zuerst entsteht ein gewisses Bild im Kopf , ich beginne damit und dann lasse ich meiner Intuition freien Lauf. Manchmal entsteht dabei etwas komplett anderes, als ich ursprünglich wollte. Wenn ich das Gefühl habe, es fehlt etwas auf meinem Werk, dann gehe ich in den Wald…..das hilft mir immer wieder. Und ich geniesse jeden meiner kreativen Schritte.


Ich arbeite vorwiegend mit relativ großen Leinwänden und Acryl. Ich benutze gerne Blattgold oder Schlagmetall und arbeite mit Pinseln, Spachteln, Finelinern und Ölkreide u/o Kohlestiften.

Hin und wieder sketche ich auch gerne in Städten und Dörfern, eher Gebäude als Menschen.

Das Aktzeichnen wiederum ist eine besondere Liebe von mir - so setze ich oft Aktzeichnungen von mir in große

Acrylwerke um.

Die Wahl meiner Werkzeuge und - Materialien ist fast immer spontan, mal dienen sie der Harmonie im Bild, mal werden sie zur Unterstreichung eines Bildausschnitts eingesetzt.


Meine Intention ist schon immer, auch in meiner langjährigen Tätigkeit als Therapeutin, dass es den Menschen besser geht, dass sie Freude erleben können.

Meine Bilder sollen dem Betrachter Energie spenden, seine Phantasie anregen, helfen, frisch und neugierig auf das Leben zu blicken….die Botschaft ist:

Das Leben ist schön. Es ist vielfältig und bunt. Es ist unsere Entscheidung, das zu sehen und diese wunderbare Welt zu erleben.




Geo Vidal


Farben, Formen sind in meinem Kopf, bevor ich beginne. Aber viele Werke entwickeln sich dann von selbst. Der erste Pinselstrich, die erste Farbspur und oft beginnt das Bild ein Eigenleben. Ich lasse es zu. Es ist spannend zu sehen, was sich entwickelt. Vieles wird dann verworfen, überarbeitet oder es bleibt. Bei Papierarbeiten arbeite ich schnell und sehr frei. Bei Arbeiten auf Leinwand sitze ich oft lange, bevor es weiter geht.

Manchmal vergehen Stunden vor einer leeren Leinwand und ich denke, überlege bis der Moment des Beginns da ist. Ab dann bin ich voll im Werk, im künstlerischen Prozess, tauche vollkommen ein, bin tief in mir selbst. Das gibt mir ein Gefühl vollkommener Ruhe und Konzentration.


Ich male überwiegend mit Ölfarben, auf Papier und Leinwand, in letzter Zeit auf roher Leinwand. Dazu kommen Tusche, Ölstifte, Acryl, Kreiden und Graphit oder Marker. Das Material liegt immer parat,, ich kann auf alles zugreifen. die Auswahl geschieht meist spontan, je nach Bedarf oder Werk.

Ölfarben sind leuchtender, die Farbe steht auf dem Untergrund, drum bin ich von acryl etwas abgerückt.


Meine Arbeiten sollen erfreuen, häufig auch zum Nachdenken anregen, vor allem meine Papierarbeiten. Gerne mache ich auch Arbeiten, die ein Augenzwinkern, Humor, Spaß beinhalten. Kunst muss nicht immer ernst sein. In der Malerei verarbeite ich Gesehenes, Gehörtes, Erlebtes. Malerei ist e

eine gute Möglichkeit, die Welt, das Leben, Menschen zu reflektieren.

Mit Botschaften halte ich mich grundsätzlich zurück. Die überlasse ich dem Betrachter. 




Günter Krenz

Meine Vorstellung von Kunst ist relativ einfach. Sie soll in erster Linie gefallen und die Menschen ansprechen. Ich versuche, nicht langweilig zu sein. Ein Bild sollte so beschaffen sein, dass man es sich genauer angucken möchte. Sonst ist es nichts wert. Kunst soll Menschen bereichern. Ob das durch eine Botschaft passiert, oder einfach durch Schönheit ist egal.


Der Beginn des kreativen Prozesses ist bei mir die leere weiße Leinwand. Ich habe selten eine Vorstellung im Kopf, von dem, was einmal das fertige Bild ist.

Als erstes bringe ich eine weiße Struktur auf die Leinwand. In der Regel zeigt sich dann schon etwas, "was gemalt werden will". Zeigt sich mir auch durch Drehen der Leinwand nichts, muss ein dünner Farbauftrag gemacht werden. Dann kommen für mich immer die Dinge zum Vorschein, die ich dann male. Das Bild malt sich also von alleine. Ich muss nur den Pinsel führen.

Jeder Mensch kennt das. Es ist ein bisschen so, wie man als Kind gespielt hat, was man in den Wolken sehen kann.


Meine Materialien sind "old school". Nämlich einfach Leinwand, Pinsel und Farbe. Ich bevorzuge Ölfarben, wobei ich auf Qualität setze. Selten benutze ich Acrylfarbe. Ausser zur Grundierung. Da nehme ich auch Acryl, was aber am Ende meistens vollständig mit Öl übermalt ist. Für die Textur kommt Acrylpaste zum Einsatz, manchmal auch eine Paste aus Mamormehl.

Die Textur spielt in meiner Malerei eine wichtige Rolle! Mit deren Hilfe wird für mich das Bild "sichtbar". Ein wesentlicher Faktor, den ich auch zu dekorativen Zwecken nutze.


Den Einfluss meiner Kunst auf die Welt, die große Welt, schätze ich gering ein. Aber auf die kleine Welt, die, die einen Menschen unmittelbar umgibt, hat auch meine Kunst einen Einfluss und Eindruck. Die Menschen gucken sich gerne meine Kunst an und freuen sich. Einen Eindruck zu verschaffen, der hoffentlich positiv ist, ist für mich als Künstler eine Anerkennung.

Wenn ich eine Botschaft mit meiner Kunst vermitteln soll, dann diese, dass man sich nicht mit der sichtbaren Welt zufrieden geben soll. Es gibt immer Dinge, die nicht offensichtlich zu Tage treten. Wenn einem beispielsweise etwas unangenehmes passiert, empfindet man es erstmal als negativ. Später kann sich aber herausstellen, dass gerade das Missgeschick zu etwas Gutem geführt hat. Man konnte es bloß noch nicht erkennen. So versuche ich in meinen Bildern zu zeigen, dass es hinter der Wirklichkeit noch eine Wirklichkeit gibt.

Jack Mason


Menschen und die Natur inspirieren mich. Ich male oft Tiere, aber Menschenporträts sind meine bevorzugten Motive. Ich nutze Acrylfarben und Palettenmesser, um meine Kunstwerke zu gestalten. Ich arbeite mit mehreren Schichten Acryl, die ich auf die Leinwand mit unterschiedlich großen Palettenmessern auftrage. Diese Technik ermöglicht es mir, Textur und Tiefe zu erzeugen, die mir in meinen Arbeiten wichtig sind.


Der Prozess beginnt mit einer Bleistiftskizze auf Leinwand. Ich skizziere die Gesichtskontur, Augen, Nase und Mund und wähle dann eine Farbfamilie aus. Meistens verwende ich helle und lebendige Farben. Den Malprozess beginne ich fast immer mit den Augen. Ich finde, wenn die Augen fertig sind, fließt mehr in den Rest des Malprozesses, was immer zu einem besseren Gemälde führt.


Mit meinen einzigartigen Porträts versuche ich, die Schönheit der menschlichen Gestalt zu zeigen, und auch Gefühle, Stimmungen und Emotionen des Motivs festzuhalten. Meine Spachteltechnik verleiht meiner Arbeit ein semi-abstraktes Aussehen, das es mir ermöglicht, die Grenzen zwischen traditioneller Porträtmalerei und abstrakter Kunst zu vermischen.

Leilani Euphrosyne

Meine Kunst beflügelt die Seele. Sie wird aus meinem Inneren geboren. Meine Motivation ist die „Wiederverzauberung der Welt“. Die Kopflastigkeit unserer heutigen Zeit hat unser Leben völlig entzaubert und die Kunst entseelt. Hier möchte ich ein Zeichen setzen…. Mit meinen Bilden finde ich Zugang zu meiner ureigenen Verwurzelung und zu meiner Glückseligkeit. Genau diesen Zugang möchte ich auch den Betrachtern meiner Bilder schenken. Die Hingabe an eine geheimnisvolle Führung, das Sich-Öffnen für die Inspiration ist eine zutiefst spirituelle Dimension. Den Himmel malend auf die Erde zu bringen, dafür glühe ich. Ich male mich immer wieder vogelwild glückselig! Tell me, what is your plan to do with your one and precious life? Meine Antwort ganz klar: Die Wiederverzauberung der Welt mit meinen Kunstwerke, die die Seele beflügeln.

“One of the most calming and powerful actions you can do to intervene in a stormy world is to stand up and show your soul. Soul on deck shines like gold in dark times.” - Clarissa Pinkola Estés. Am liebsten male ich mit Acryl auf Leinwand und gebe für besondere energetische Wirkung der Bilder Aura Soma Essenzen in die Farbe. Dadurch bekommen sie eine ganz besondere und einzigartige kristalline Ausstrahlung. Mein Mantra: Gehe durchs Leben mit Liebe, Licht und Blumenduft im Herzen! Genieße die Leichtigkeit, tanze viel und wild, denn Freude und Ekstase sind die Geheimnisse des Universums! Kreativ sein aus purem Entzücken heraus! Unsere einzige Aufgabe auf diesem Planeten ist doch, unsere Lebendigkeit, unsere Leidenschaft zu finden, zu entdecken was uns vor Freude in die Luft springen und auf dem Tisch tanzen lässt. “The meaning of life is to find your gift. The purpose of life is to give it away”. - Pablo Picasso Der Kunst zu dienen hilft uns zu sehen, dass wir in einer ungeheuren Welt leben, reich an Details und wundervollen Farben und Düften, mit einem berauschenden Überfluss an Schönheit. Mein wichtigstes Ritual: das tägliche Gebet an die Musen aus ganzem Herzen und mit lauter Stimme gesprochen.


Meine Bilder sollen beim Betrachten so prickelnd wirken wie ein erfrischender Schluck Champagner… aber auch ebenso auf der seelischen Ebene berühren durch die Beigabe und der Aura Soma Essenzen in die Farbe oder auf das fertige Bild! Dies verstärkt die positive Wirkung, macht Lebensfreude, „Kraftbilder für die Seele“…Hiermit kreiere ich mutig eine einzigartige Kunst, sprudelnde Lebensfreude zu verbinden mit verwurzelter, nährender Tiefe.




Lilly Helja Jonasson


Meine Inspiration hole ich mir aus meinen Emotionen, persönlichen Traumsequenzen, Erinnerungen und meinem direkten Umfeld. Die Bildregeln meiner Arbeit sind, Emotione, Fotografie als Ursprungmotiv, Aufsplittern der ursprünglichen Gestalt in Form von klein zerschnittener Fotografie, Neuschaffung (Die Collagetion).


Meine Bilder sind abstrakt und meine Interpretation von abstrakter Kunst ist die geometrische Abstraktion in der Verwendung geometrischer Elemente, wie unsymmetrische Dreiecke und Rechtecke, in Form von Fotosplittern. Ein weiterer Punkt der Abstraktion in meinen Bildern ist das Aufsplittern der Gestalt, ihrer ursprünglichen Form, um durch Neugestaltung einen anderen Inhalt zu bekommen und meine Empfindungswelt wiederzugeben. Ich löse die Ursprungsform (Ursprungsbild) auf in dem ich sie durch Zerschneiden in kleine geometrische Teile zerlege. Dieser Prozess des Zerschneidens ist der 3. Schritt meiner Arbeitstechnik.

Indem ich die ursprüngliche Ordnung und Bedeutung auflöse, kann ich etwas neues Erschaffen. Mit jedem Schnitt wird die ursprüngliche Bedeutung verändert und neutralisiert und dadurch ist die Basis für ein neues Bild geschaffen. Die neue Emotion ist die Verarbeitung der ursprünglichen Thematik.


Nachdem ich die Fotografie, 2. Schritt meiner Arbeitstechnik, in kleine Farbpartien zerlegt habe stelle ich meine Farbe her. Die Strukturen und Farben, die sich durch das Auflösen ihrer ursprünglichen Gestalt entstehen, sind meine Farbpaletten, die ich zur Herstellung einer Collagetion verwende. Das bedeutet, dass ich alle Strukturen, Farben, Muster und Farbgebung zueinander zuordne und separat auf Pappe verteile. Jede Gruppe bildet einen Farbton, den ich als Grundmaterial für die Collagetion nutze. Je nachdem, was für eine Farbfläche ich herstellen möchte drucke ich ein oder mehrere Motive mehrfach aus und zerlege sie. Entweder bleibe ich bei einer Farbtonpalette, Füge Verläufe zusammen oder mische mit anderen Farbgruppen zusammen. Ein Motiv mehrfach ausgedruckt ergibt zum Beispiel entweder eine monotone gleichfarbige Farbfläche, die ich manchmal durch geometrische Körper. Oder eine Farbfläche innerhalb einer Farbtonpalette. Mehrere Motive ausgedruckt ergeben eine Farbpalette, die aus vielen verschiedenen Farbteilen bestehen, die in sich wiederrum einen eigenen Farbton ergibt.

Ich fange mit meiner Kamera Momente ein und projiziere diese auf eine Leinwand oder andere Untergründe. Kunst und Emotionen sind eng miteinander verbunden. Beides braucht sich. Emotionen sind eine eigene Kunstform für sich, die ausgedrückt gehört. Meine Arbeit beginnt mit der Auseinandersetzung meiner Emotionen.

Es ist eine ständige Auseinandersetzung mit der Umwelt, dem Zeitgeschehen und meinem Inneren.


Meine Kunsttechnik, die Splittografielage zeichnet sich in der Arbeit mit der Fotografie und der geometrischen Aufspaltung der Fotografie aus. Die Farbe wird nicht genutzt, um einen Gegenstand zu kolorieren, sondern bekommt einen Eigenwert. Die Collage ist die Kombination unterschiedlicher Materialien zu einer neuen ästhetischen Einheit. Die Collagetion ist die Verbindung mit der Emotion.


Collagetionieren ist für mich die Lust am Wahrnehmen der Realität, die zur Fantasie, Kreativität und Spontanität auffordert. Es gibt keine Kriterien, nachdem ich meine Motive aussuche. Ich begebe mich mit meiner Kamera immer auf eine Reise und finde meine Oberflächen, Strukturen und Farben.Die Farbe wird nicht genutzt, um einen Gegenstand zu kolorieren, sondern bekommt einen Eigenwert. Die Collage ist die Kombination unterschiedlicher Materialien zu einer neuen ästhetischen Einheit.

Die Collagetion ist die Verbindung mit der Emotion.


Mir ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst sehr wichtig. Und ich hoffe, ich zeige durch meine Kunst, wie ich den Fokus auf mich richte und mich mit meinen Problemen und meinem Leben auseinandersetze. Wenn ich mit mir im reinen bin, kann ich auch für andere Menschen da sein und projiziere nicht meine Probleme auf meine Umwelt. Denn so machen sich zu viele Menschen selbst zum Troll.


Die Splittografielage ist eine kreative Technik, die sich für mich eignet, um festgelegte oder festgefahrene Bedeutungen zu hinterfragen und durch die versuchsweise neue Kombination in neue unverbrauchte Bedeutungen zu leiten.



Nassim Aslani


Ich male normalerweise die Bilder in einer Serie. Vorher überlege ich mir ein Thema und male 5 bis 10 Bilder dazu. Dieser Serie besteht aus 6 Bildern. Ich habe Kunst und Müll zusammen gebracht, um damit zu zeigen, dass aus Müll Kunst entstehen kann. Für die Collage habe ich Zigarettenschachteln benutzt.




Nina Roth


Meine künstlerische Idee ist, dass Farben eine eigene Kommunikationsform darstellen. Ein Ventil zwischen Innen- und Umwelt. Ich begegne dem kreativen Prozess stets mit hoher Intuition und lassen davon leiten.

Manchmal existiert in mir am Beginn ein grundlegendes Stimmungsbild oder ein Symbol wie beispielsweise „Verbindung“, „Blühen“ oder „Zweisamkeit“; es kann aber auch ganz frei geschehen. Meine Bilder entwickeln sich in mehreren kreativen Epochen, in denen sie sich dann entwickeln. Meist ist die finale Farbschicht das Werk komplett bedeckend, aus dem sich dann erst Trocknungsprozess das finale Werk entwickelt. So entsteht eine Lebendigkeit, die sich dann dauerhaft in den Werken spiegelt.


Grundsätzlich verzichte ich auf den Einsatz von Pinseln. Ich verwende unterschiedliche Spachteln in der Rakeltechnik. Vom kreativen Vorgang kommt das meinem intuitiven Geschehen entgegen: Schritt für Schritt und ebenso ineinander verwoben. Hier eignet sich der Einsatz von Acrylfarbe am besten. Die Farbe verändert im Trocknen ihre Konsistenz auf eine Weise, die eine Spielraum von Verweben und Verschwimmen zulässt.


Die übergeordnete Botschaft meiner Kunst ist das positive Entwickeln und Erblühen im Leben, was ich als Sinn des Lebens begreife. Ich erinnere an diese natürliche Kraft, den Motor der bedingungslosen Liebe in unserem Leben und die Orientierung an das Schöne. Diese Kraft gebe ich weiter.




Sabrina Freihoff


Ich habe nicht wirklich ein Konzept, ich mache einfach gerne Kunst. Der Prozess macht mir Freude, ich komme dann in einen Art Flow-Zustand. Das Ergebnis ist mir dann oft egal, obwohl ich meine Bilder selber schön finde. Hauptsächlich geht es mir (zumindest im Moment) um den Prozess des Kreierens. Mein Motto ist "love to create"


Wenn ich vor einem weißen Blatt Papier sitze kann ich nicht nicht anfangen zu malen.Ich male zur Zeit rein intuitiv. Ich weiß am Anfang vom Bild nicht wie es am Ende aussehen wird. Ich fange einfach an ohne einen Plan zu haben, jeden Strick, jede Farbe entscheide ich immer erst in dem Moment. Manchmal bin ich selber überrascht zu welchen Farben ich greife. Es ist fast so als würde ich gar nicht selber malen, sondern ich stelle nur meine Hände und meine Fähigkeiten zur Verfügung. Die Kunst fließt einfach aus mir heraus. Zur Zeit arbeite ich mit Papier, dem Tuschkasten meiner Tochter, Aquarellfarben, Buntstiften, Markern, Brushpens und Gelrollern. Ich mixe gern verschiedene Arten in einem Kunstwerk. Ich benutzte die Materialien die ich gerade zur Verfügung habe.


Ich hoffe, dass meine Kunst einen positiven Einfluß auf die Welt hat. Ich wünsche mir, dass sich Menschen berühren lassen, dass sich auf irgendeine Weise eine positive Energie auf den Betrachter überträgt oder ihn erreicht. Ich würde mir wünschen, dass es den Betrachter anregt nachzudenken, über sich selber. Darüber warum er ganz persönlich berührt ist. Ich beschäftige mich viel mit Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität. Danach benenne ich auch meine Werke und /oder baue auch Text in meine Werke ein, wie z.B. "Love What Is" oder "Appreciate Everything" Ich denke, wenn jeder mehr zu sich selbst findet, seine eigene Wahrheit lebt und in Frieden mit sich selber ist, dass es dann ganz automatisch auch mehr Frieden in der Welt gibt. Ich wünsche mir, dass meine Werke einen kleinen Teil dazu beitragen.




Teodora Dumitrache


Als Künstlerin habe ich die Möglichkeit mich durch Linien, Formen und Farben auszudrucken. Durch die Mischung von Diskretion und Unaufdringlichkeit versuche ich den Zustand von Freiheit, Anmut und Freude anzudeuten. Eine visuelle Liebkosung, bunt und kaum abzuweisen.

Ich versuche den Augenblick einzufangen das Wohlgefühl, dann wenn eine Emotion ein besonderes Erlebnis mit Neigung zur Zärtlichkeit alles in eine warme Harmonie eingetaucht.

Ich wünsche dass jede Person das Schöne entdeckt und verbunden bleibt mit allem Schönen in seinem Umfeld. Das Universum ist wunderschön und das Schöne brauchen wir täglich.

Jedes Werk erzählt eine Geschichte, widerspiegelt Ausdruckreife, Emotionen, Unruhen, Fragen, Unsicherheiten, Erlebnisse und besondere Gefühle.




Torsten Zöllner


In meiner Fotoserie „Natural Transparent“ besteht mein künstlerischer Ansatz darin, unterschiedliche Perspektiven auf verschiedenen Ebenen zusammen zu führen. Durch die Überlagerung der Umrisse uns Schattierungen, verschmelzen die Fotos ineinander und ergeben ein neues Motiv mit starken und leuchtenden Farben. Das so entstandene neue Motiv, steht für die Erneuerung, die Erschaffung und die Schönheit der Natur.




Pia Schwabe


Wie sieht Ihr künstlerisches Konzept / Ihre Idee von Kunst aus? Wie beginnen Sie Ihren kreativen Prozess, wie begegnen Sie einer leeren Leinwand / einem leeren Papier etc.?

Kunst hat für mich unendlich viele Facetten. Kunst liegt schon in der Schönheit der Dinge, am meisten in der Natur. Kunst ist eine Idee dessen, was wir um uns herum sehen, was wir erleben und was wir dabei fühlen. Kunst ist die Interpretation jedes einzelnen, der seine Eindrücke verarbeitet. Da Kunst für mich so vielfältig ist, begegne ich jeder leeren Leinwand unterschiedlich. Zu meist habe ich eine Idee von dem was ich malen möchte, aber in der Regel führen mich die Leinwand, meine Erlebnisse und meine Gefühle in eine ganz andere Richtung.

Welche sind Ihre hauptsächlichen Materialien, mit denen Sie arbeiten? Nach welchen Kriterien suchen Sie sie aus? Welche Rolle spielen die Materialien im fertigen Kunstwerk?


Ich male auf grundierten Leinwänden und mit verschiedenen Acrylfarben. Ab und an arbeite ich mit Metallic Papier oder Dingen die mir zufällig in die Hände gefallen sind. Ich suche meine Farben nach ihrer Intensität aus, nach den Ideen, die ich im Kopf habe und nach meinem Gefühl. Ich gehe sehr intuitiv vor und denke, dass der Mix aus verschiedenen Materialien und Farben am Ende aus meinen Werken Kunst machen.

Was glauben Sie, welchen Einfluss Ihre Kunst auf die Welt haben kann? Welche Botschaft steckt hinter Ihrem kreativen Schaffen?


Ich glaube in der Gesamtheit der Kunstwelt spielt meine Kunst insofern eine Rolle, dass ich den Zeitgeist, die Welt wie sie heute ist und wie ich sie wahrnehme, einfange und festhalte. Mit meiner Kunst möchte ich ein Gefühl von Freude, Leichtigkeit, Lebendigkeit und Spaß vermitteln. Ich wünsche mir, dass meine Werke das Zuhause einer Person zum Wohlfühlort machen.


 

Dauer der Ausstellung: 22.08.2021 bis 29.09.2021

Ort: GRACE DENKER GALLERY, Hammerbrookstraße 93, 20097 Hamburg.

Eröffnung: 22.08.2021 um 13:30 Uhr