CREATIVE IMPACT: Die Ausstellenden im Interview

Unter dem Motto CREATIVE IMPACT präsentieren 15 Kunstschaffende aus ganz Deutschland ab dem 26. November 2021 jeweils zwei ihrer Werke in der GRACE DENKER GALLERY und ermöglichen somit einen Einblick in ihre kreative Arbeit und machen neugierig auf mehr. Die unterschiedlichen Herangehensweisen, Ideen und Konzepte kreieren eine besondere, inspirierende Erfahrung.


Lernen Sie in folgendem Beitrag die Ausstellenden besser kennen und erhalten Sie einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und ihre artistischen Konzepte. Die Ausstellenden beantworten uns, wie ihr künstlerischer Prozess aussieht, wie sie beginnen und welche Materialien sie verwenden. Zudem erklären sie, welchen Einfluss ihre Kunst auf die Welt haben kann.


In dem Interview äußern sich Antonia Oelze, Claudia Acksteiner, Cornelia Scherzer, Dieter Wolthoff, Dr. Dorothea Tebtmann, Elena Minko, Gerald Groß, Huong Bui-Peuser, Karoline Kulin, Katrin Kübler-Xanthopulos, Samira Stritzel, Sebastian Rydzak, Stephanie Bartel.


Anmeldung für die Vernissage unter: https://www.artcraftliving.com


Antonia Oelze


Eine weiße Leinwand bleibt nicht lange weiß. Ich greife intuitiv nach Farben und lasse Formen und Flächen entstehen. Vor der Leinwand fühle ich mich frei. Frei von allen Pflichten und Grenzen. Ich plane nichts, sondern lasse einfach fließen was kommt. Kunst ist für mich nicht planbar ist. Selbst wenn die Idee steht, ist das Ergebnis noch offen.


Ich arbeite im Moment überwiegend mit Acryl, entweder auf Leinwand oder auf Papier. Ich greife dabei ganz intuitiv nach Farben, die mich gerade ansprechen. Aktuell habe ich einen Hang zu Pink und Neonfarben. Die Farbvorlieben wechseln aber immer wieder.

In meiner Sammlung finden sich außer zahlreichen Acrylfarben, viele unterschiedliche Papiere, Stempel und Stifte. Gerne mixe ich alles miteinander. Meine Arbeiten leben durch ihre intensive Farbigkeit.


Jedes Kunstwerk, das einen Menschen berührt, auf welche Weise auch immer, ihn verweilen oder in Gedanken gleiten lässt, ist wertvoll. Es geht mir darum, Stimmungen zu transportieren. Menschen eine Welt zu erschaffen, in die sie mit der Betrachtung, für einen Moment, eintauchen können.



Claudia Acksteiner


Was ich mit meinem kreativen Schaffen bezwecke, ist das was Kunst für mich ausmacht, Kunst ist für mich leidenschaftlich und aufmerksam. Kunst sollte den Menschen im Gefühl berühren, irgendeine Reaktion hervorbringen, um die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erlangen. Kunst sollte hinterfragen, neugierig machen, hinweisen und Faszination hervorrufen.

Konkret ist Kunst für mich der Ausdruck des Lebens, in der Zeit, in der sich der Mensch befindet.


Meine Bilder entstehen intuitiv, "gefühlt", im andauernden Prozess und bringen meine Gefühle zu verschiedenen Lebensereignissen zum Ausdruck. Ich entscheide mich bewusst für ein Format und wähle spontan eine Farbe aus und beginne zu malen. Es gibt selten eine Vorstellung von einem Bild, wenn mich ein Thema beschäftigt. Beim Malen lasse ich mich auf den Schaffensprozess ein, male intuitiv und das Bild entsteht.


Ich bevorzuge Ölfarbe oder Acrylfarbe und male auf Leinwand. Wichtig ist mir bei der Auswahl meiner Materialien eine intensive Farbwirkung. Die Farben rühre ich mit Pigmenten an und gebe Nachtleuchtpigmente hinzu. Zudem experimentiere ich immer wieder mit unterschiedlichen Techniken und Werkzeug, um die Farbwirkung zu verbessern.


Die Farbwirkung hat in meinen fertigen Werken eine große Bedeutung, da sie entscheidend ist für die Wirkung auf den Betrachter und auf die Botschaft im Bild. In meinem Atelier installierte ich UV-Licht und nenne es seit 2019 "Traumraum 207". Inmitten steht ein Sofa zum Verweilen. Interstellare Musik begleitet die Ausstellung. Das Leuchten in meinen Werken wird durch Nachtleuchtpigment erzeugt, das Licht wird gespeichert und gibt es in der Dunkelheit ab. Die Bilder beginnen im Dunkeln unter UV- Licht zu strahlen. Es verändert sich in Farbgebung und Wirkung. Dann schalte ich das Licht aus und nur das gespeicherte Licht im Bild leuchtet. Es verändert sich nochmals in Wirkung und Farbgebung. Die Form "scheint sich aufzulösen", Es stellt die Frage: "Was war bei Tageslicht noch zu sehen? Was zeigt sich erst in der Dunkelheit?", Was bleibt?" Was verschwindet?", "Welche Veränderung wird wahrgenommen?“ und "Welches Gefühl entsteht?“. Im Traumraum kann sich der Betrachter „einlassen", „Zeit nehmen, "entschleunigen" und „Unerwartetes" entdecken.


Das Thema: Pandemie der Zeit bewegte mich zutiefst: „Was passiert jetzt auf der Welt?" und " Was wird passieren!" und "Wie geht es meinem Umfeld, Menschen, die mir wichtig sind?", "Wie geht es mir?". Diese Fragen und Gedanken über Zukunft und Mensch sein auf dieser Welt brachte mich in einen unerschöpflichen Schaffensprozess.


Oft war ich erst abends zu Hause und schaute in die Sterne. Es gibt mir Hoffnung und eine innerliche Ruhe. Mich haben leuchtende Sterne, das Universum, Planeten schon immer faszinieren und da kam ich auf den Gedanken "All" das zu malen. Die Zeit, Unendlichkeit, das Unbewusste, Mystische, die Natur und Umwelt und der Mensch in Beziehung beschäftigen mich. Es gibt für mich so viel wertvolle Momente im Leben Faszination und Freude zu teilen, warum dann nicht Menschen mit leuchtenden Bildern begeistern, wie die Sterne mich begeistern. Wenn keine Zeit zu finden ist in den Himmel zu blicken oder der viel beschäftigte Mensch "vergessen " hat, sich Zeit füreinander zu nehmen, oder das zu tun, was Freude bereitet. Dann ist es Zeit Füreinander, für Entschleunigung und einem Blick ins Leuchten.


Ich möchte mit meinem kreativen Schaffen aufmerksam machen. Auf das „gefühlte Mensch sein!“, auf das „Was verloren geht“, wenn „Wir“ uns nicht gegenseitig wachrütteln. Oder anstupsen, gegenseitig halten, Gefühle teilen und weiter ignorieren, „Was auf der Welt passiert“. Das heißt für mich Empathie zulassen, auch, „Hinter die Fassade zu schauen“, sich auf „seine Intuition zu verlassen“ und „ehrlich mit sich selbst zu sein“.

Ich weiß nicht ob und wann meine Kunst einen Einfluss auf die Welt haben kann. Meine Kunst hat Menschen in meinem Atelier „Traumraum 207“ zum Nachdenken angeregt und mit verschiedenen Gefühlen konfrontiert. Ich freue mich über jede Reaktion, Ich wünsche mir, meine Vision große Traumräume zu erschaffen, umsetzten zu können, um in der Zukunft noch mehr Menschen zu erreichen.   




Cornelia Scherzer

Meine Werke zeigen eine eigene Bildsprache, die dem naturalistischen Kopieren der Natur widerspricht. Am Anfang ist die Farbe gefolgt von Formen, die sich bilden und auflösen. Mich interessiert der Prozess. Während das Bild sich wandelt fließen subjektive Stimmungen, Erfahrungen und innere Bilder mit ein.


Ich benutze fast ausschließlich Ölfarbe. Oft kommen Collagen und in Leim getränkter Stoff zum Einsatz. Je nach Stimmung und Thema finden verschiedene Materialien den Weg auf die Leinwand.

Eine leere Leinwand ist wie ein neues Leben – das Experiment beginnt!


Leben ist Veränderung – Veränderung ist Leben. In meinen Bildern transformiere ich Veränderungsprozesse. Alles wächst, fließt, vergeht und formt sich neu.




Dieter Wolthoff


Ich bin ein Geschichtenerzähler. Alltagsgeschichten.

Mit Farben und Formen erschaffe ich eine Stimmige Komposotion. Eine Melodie für das Auge des Betrachters.


Die Geschichten entstehen im Kopf bevor der Reiz des Tuns einsetzt.

Jetzt beginne ich meine reine Leinwand zu „ Beschmutzen“.

Erst nach diesem Prozess trage ich die Thematik grob mit Acrylfarbe

auf die Leinwand auf. Ist dieses getan, arbeite ich in den folgenen Schritten mit Ölfarbe weiter an der Entstehung des Bildes.


Meistens dann, verselbständigt sich der Malprozess und das Bild wächst, bis es reif ist ans Tageslicht zu treten und kann die Phantasie des Betrachters aktivieren.




Dorothea Tebtmann


Eigentlich weiss ich gar nicht ob ich ein künstlerisches Konzept habe. Wenn es sich nicht um eine Auftragsarbeit handelt dann "überfallen" mich die Ideen zu meinem nächsten Bild, meiner nächsten Collage regelrecht. Plötzlich habe ich dann vor meinem inneren Auge eine ungefähre Vorstellung. Dann beginne ich mit groben Bleistiftskizzen wobei sich das Motiv immer mehr zusammensetzt und immer konkreter wird. Bis ein Entwurf entstanden ist den ich auf die Leinwand übertragen kann. Manchal mache ich auch schon Farbproben zum Motiv um zu sehen wie die Farben zusammen wirken.


An meine Collagen gehe ich viel intuitiver heran, da inspirieren mich oft die Materialien die ich habe. Einer leeren Leinwand, einem leeren Blatt oder einem leeren Collagenträger nähere ich mich immer mit Respekt, Neugier und Aufregung. Wenn der Entwurf auf der Leinwand ist oder ich beginne mit dem Zusammensetzen einer Collage dann macht sich eine konzentrierte Ruhe breit, die auch während des gesamten Schaffensprozesses anhält. Ich bin dann oft so fokussiert dass ich das Zeitgefühl verliere und oft gar nicht mitbekomme wenn jemand in mein Malzimmer kommt.


Materialien für die Leinwandbilder sind Pigmente, Acrylbinder, Acrylfarben, manchmal auch Sand, Papier oder Blattgold und Schlagmetall. Für die Collagen nutze ich eigene Bleistiftzeichnungen, Aquarelle oder Tuschezeichnungen, verschiedenste Papiere, Tapeten, Metallfolie, Motive aus Büchern, Magazinen, von Postkarten, manchmal auch alte Stadtpläne. Die Materialien müssen meinen Geschmack und meine Kreativität ansprechen.


Im besten Fall hat meine Kunst Einfluss auf den Betrachter indem sie etwas in ihm anspricht, vielleicht sogar "eine Saite zum Klingen bringt". Einen Einfluss auf die Welt zu haben masse ich mir nicht an. Meine Botschaft ist "Seht genau hin". Schaut Euch ein Gesicht, den Blick eines Menschen oder Tieres mit Interesse und Neugier an. Vielleicht erhascht Ihr einen kurzen Blick in seine Seele.

Meine Idee von Kunst ist, sie soll den Betrachter(aber auch den Künstler) glücklich machen und soll dazu anregen wie schon gesagt genau hinzusehen, sein Auge zu schulen. Vielleicht führt es dazu dass man die kleinen Schönheiten, Besonderheiten oder Erheiterndes das einem fast täglich begegnet wahrnimmt und sieht. Natürlich möchte ich auch gefallen, wie jeder Künstler wenn er ehrlich ist.

"Kunst zu machen ist das Brot ohne das ich nicht leben kann aber der Applaus ist der Wein dazu".




Elena Minko


Wie wahrscheinlich jeder Künstler bin ich vom Beginn des kreativen Prozesses aufgeregt – Es gibt so viel zu sagen. Ich arbeite in der abstrakten Technik Fluid Art – ich glaube die Technik der flüssigen Tinte ist am besten geeignet, um etwas darzustellen, was nicht in Worte zu fassen ist - Gedanken, Gefühle, Emotionen.


In einer Welt, in der es so viele Probleme, Böses und Gewalt gibt, möchte ich etwas Positives, Schönheit und Harmonie bringen. Meine Werkzeuge sind Farbe und Form, ich mische Farben, gieße die Flüssigkeit auf die Leinwand und... Die Magie beginnt!

Einen bestimmter Prozentsatz jedes Kunstwerks für Tierheime in der Ukraine zu spende. 




Gerald Groß

Ich habe oft schon fertige Bilder in meinen Kopf, die aber manchmal auf der Leinwand nochmal leicht während des Malens geändert wird. Ich bin dann wie in einer leichten Trance. Habe dann immer das eigentliche Bild im Hinterkopf. Manchmal sind es versteckte Geschichten oder einfach nur das Spiel mit den Farben.


Ich arbeite aus Platz und Zeitgründen mit Hochwertigen Acryl Farben. Gerne baue ich Struktur mit ein, da dies mehr Lebendigkeit im Bild wieder spiegelt.

Bei Drucken achten ich auf die beste Qualität und immer in limitierter Auflage Manchmal denken Betrachter die Drucke seien gemalt.

Ich lade den Betrachter ein in meine bunte Welt einzutauchen.

Huong Bui-Peuser


Kunst ist für mich sowohl konkret als auch abstrakt.

Unter konkreter Kunst meine ich bestimmte Dinge, die ich mit eigenen Augen sehen und anfassen kann. Unter abstrakter Kunst verstehe ich z.B. Musikalische Werke, die ich doch höre und inerlich fühle. Die größte Kunst ist die Natur selbst. Wir, die Menschen sind die Perlen dieser Schönheit. Der menschliche Körper ist eine wunderbare Kunst in Schönheit der Natur. Unser Verhalten gegenüber Dingen, menschlichen Phänomenen um uns herum und unserer Natur wird auch als künstlerische Form eingestuft. Ein gefühlsvoller Mensch kann Kunst in den kleinen, für die Anderen unbemerkbaren Details sehen z.B. im Hof, auf der Straße, auf architektonische Details oder allgemeiner Landschaftsarchitektur oder Landschaftsdetails. Und eine Sache ist jedoch klar, dass Kunst mehr als nur eine Fähigkeit ist. Sie ist eine Leidenschaft. Kunst ist auch mehr als nur ein Bild. Sie erzählt eine Geschichte. Die Tatsache, dass die Kunst sehr stark mit der menschlichen Erfahrung resigniert, macht es nicht verwunderlich, dass wir sie schon immer zu einem Teil unseres Lebens gemacht haben. Manche sagen, Kunst sei langweilig. Doch ist es eben jene Kunst, die auch unterhalten kann.

Für mehr Bewusstsein sorgt und die Toleranz stärkt, fremde Kulturen zu akzeptieren, egal wie eigenartig sie aus der eigenen Sicht erscheinen mögen. Kunst spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Intoleranz gegenüber anderen Kulturen und Meinungen, Rassismus und anderen Formen gesellschaftlicher. Das ist auch meine Botschaft, die ich durch meine Arbeiten vermitteln möchte.

Entdecke, dass Kunst uns nicht nur glücklich machen kann, sondern auch wenn wir unglücklich sind, kann Kunst uns wissen lassen, was wir tun sollen.


Picasso behauptet: '' Kunst wascht den Staub des Alltags von der Seele''


Meine Idee von Kunst aus:

Aus den Eindrücken der Natur und den Farben des Lebens nehme ich die Farbe aus meinen Gefühlen und fange an die erste Farbe auf die Leinwand zu bringen. Es muss nicht mit dem Pinsel sein, es kann von Hand oder durch Gießen von Farbe sein, ich verwende verschiedene Methoden. Ich versuche nicht, mich in einen bestimmten Stil zu zwingen, nichts zu versuche erschaffen. Ich möchte nur meine Emotionen und Freiheit beim Zeichnen ausdrücken.


Normalerweise verwende ich Acryl-Farbe zum malen, weil sie leichter schnelle Linien zeigen kann, schnell trocknet und Flecken mit Wasser vermischt werden, sich frei nass verblenden lassen und plötzlich Linien oder natürliche Farbflächen erzeugen können, emotional und kreativ unerwartet. Ich benutze auch gerne Bleistifte für schnelle Skizzen oder Pastellkreide auf Papier, um möglichst schnell aktiv die gewünschten Farben zu bekommen, damit ich mit meinen Ideen und Gefühlen vor der Natur und das Leben den Eindrücken mithalten kann.

Karoline Kulin

Meine Inspiration sind die Launen der Natur – meist Gewitter und stimmungsvolle, dramatische Landschaften. Ziel ist es, komplexe Emotionen ausschließlich mit traditionellen Materialien wie Ölfarbe und Pinsel auf die Leinwand zu übertragen. Ich sehe Kunst als Ausdrucksform meiner Gedanken und Gefühle. In der Regel habe ich vorher keine genaue Vorstellung davon, wie mein Bild sich am Ende entwickeln wird.


Ich lege mir eine Farbpalette zurecht und lasse mich dann einfach von meinen Gefühlen leiten, dadurch entwickelt das Bild eine Art Eigendynamik. Mir geht es nicht um die Reproduktion der Realität, sondern um die dramaturgische Kunstgestaltung um das Verborgene wieder ans Licht zu bringen.


Momentan arbeite ich hauptsächlich mit Ölfarben auf bespannten Leinwänden. Ölfarbe ist, wenn man mit ihr richtig umgeht, ein sehr dankbares Medium – strahlende Farben die sich wunderbar verblenden lassen und sehr langsam trocknen, sodass ich noch lange an meinen Bildern arbeiten kann. Ich arbeite nur mit Materialien von höchster Qualität, auch mit dem Gedanken an unsere Umwelt.


Bittet man einen Menschen sich an einen schönen Ort zu denken, sehen sich viele an einem ruhigen, sonnigen Flecken. Ich sehe es etwas anders – ich sehe Schönheit auch dort, wo man vielleicht keine vermuten würde.


Ich bin fasziniert von Gewittern und dramatischen Landschaften.


Genauso verhält es sich mit dem alltäglichen Leben – die Anmut findet man überall und auch in den schlimmsten Zeiten. Mein Ziel ist es komplexe Emotionen auf die Leinwand zu bringen und ebendiese auch bei dem Betrachter hervorzurufen.


Schönheit ist Komplexität, keine Perfektion.




Katrin Kübler-Xanthopulos


Alles beginnt bei mir mit einer Inspiration, einer inneren Berührung, ausgelöst durch verschiedene Situationen. Das kann zum Beispiel der Wechsel der Jahreszeit mit ihren Farbveränderungen sein oder die Schönheit der Natur, insbesondere die Berg- und Wasserwelt, oder Begegnungen mit Menschen und Begebenheiten aus dem Alltag. Vor allem aber liefert mir das Buch der Bücher unendlich viel Inspiration und Ideen. Wenn mich dann ein Thema gepackt hat, gehe ich damit „schwanger“. Entweder „brüte“ ich eine Zeitlang darüber oder beginne alsbald mit der Phase der Recherche. Das heißt ich sammle Informationen, Fotos, Ideen und fertige erste Skizzen an. Manchmal beginne ich auch intuitiv, ohne wirklichen Plan und lasse den Entwicklungsprozess mit den Farben auf der Leinwand fließen. Beide Herangehensweisen sind spannend und auf ihre Weise herausfordernd. Es ist eigentlich jedes Mal aufs Neue etwas aufregend, vor einer weißen Leinwand zu stehen, neue anzufangen und nur zu erahnen, wie es ausgehen könnte. Ich liebe diese Prozesse, weil sie oft eine innere Auseinandersetzung mit mir und meinem Schöpfer entfalten und mir so manches über das Leben lehren. Und einfach sich mit intensiven Farben ausdrücken zu können macht glücklich.


Ich arbeite mit Acryl auf Leinwand, ab und zu auf Papier. Meine Lieblingswerkzeuge sind Spachtel und Malmesser. Gerne arbeite ich experimentell und in Mixed-Media, das heißt ich binde verschiedene Materialien wie Spachtelmasse, Strukturpaste, Sand, Pigmente, Papier, Blattgold usw. mit ein, je nachdem was zu meinem Thema passt und dieses unterstreicht. Ich liebe es zu experimentieren und immer wieder neue Werkzeuge oder Materialien auszuprobieren. Deshalb habe ich mich auf die Acrylmalerei spezialisiert, weil das Experimentieren hier so wunderbar möglich ist.


Ich möchte mit meiner Kunst Schönheit, Freude, Licht, Hoffnung und Inspiration verbreiten. Ich glaube, dass meine Werke die Betrachter und die Atmosphäre in einem Raum positiv beeinflussen können. Hinter meinem kreativen Schaffen steht die Botschaft der Hoffnung. Ich möchte mit meiner Kunst, die Menschen (wieder) mit dem Ewigen in Verbindung bringen.



Samira Stritzel


Kunst bedeutet für mich, mein Inneres nach Außen zu tragen & sichtbar zu machen. Das ist meine Idee von Kunst.


Mein kreativer Prozess beginnt eigentlich schon lange im Voraus. Der erste Impuls geht immer von meinem Herzen aus. Anfangs war ich selbst mein erster Impuls. Ich hatte lange mit mir & meinem Körper zu kämpfen & habe mich sehr unwohl & unschön in meiner Haut gefühlt. Dadurch, dass ich genau das auf die Leinwand gebracht habe, durfte ich selbst erleben wie verdreht die eigene Wahrnehmung über meinen Körper war. Ich habe mein Inneres nach Außen auf die Leinwand gebracht & konnte mich so selbst betrachten, wie ich war, mit allen Ecken & Kanten. Vor allem habe ich mich wieder lieben gelernt. Der Prozess beginnt also bereits im Voraus in meinem Herzen. Und dann geht alles wie von selbst: Ich schnappe mir eine Leinwand, stelle mich vor den Spiegel, & zeichne mich so ab wie ich im Spiegel zu sehen bin. Ganz unverfälscht & fern ab von jeglichen Idealen. Da ich ein großer Fan von ästhetischer Weiblichkeit bin, suche ich mir meistens Farben aus die genau das wiedergeben. Viel beige, braun-töne, weiß & ein edles gold. Inzwischen bringe ich nicht nur meinen Körper & Geist wieder in Einklang durch meine Kunst, sondern helfe auch stolz anderen Mädchen & jungen Frauen durch den Prozess der Selbstliebe.


Ich małe eigentlich nur auf gespannte Leinwände. Ich mag den Charakter des Leintuchs & liebe es, wie die Farben dort hinein trocknen. Meine Lieblingsfarben sind die Acrylfarben. Sie bieten fast unbegrenzte Möglichkeiten in der Entfaltung meiner Kunst & ich mag die fast schon cremige Textur sehr gerne. Meistens benutze ich tatsächlich Schmink- und MakeUp-Pinsel zum Malen. Einfach, weil ich jeden weiblichen Körper als einen zarten & verletzlichen, ästhetischen darstellen möchte. Das fängt bereits im Mindest & mit den Pinseln an.

Kurz vor 6 Jahren bin ich nach Heidelberg gezogen um meinen Traumberuf zu lernen - Kinderkrankenschwester. Seitdem arbeite ich auf einer Station für Früh- und schwer kranke Neugeborene. In meinem Arbeitsalltag war nicht mehr viel Platz für Kreatives. Zwischen anstrengenden Wechselschichten fast jeden Tag, & darauf folgenden Nachtschichten blieb mir kaum noch Zeit für mich selbst.

Um ehrlich zu sein: ich habe mich selbst aus den Augen verloren & das wurde mir zum Verhängnis. Bis ich dann letztendlich, noch nicht sehr lange her, schwer krank wurde. Schon wieder. Ich landete im Krankenhaus & kämpfte um mein Leben. Ein Riss in der Hirnhaut. In dieser Zeit habe ich vieles über mich selbst gelernt & stecke heute noch in meinem persönlichen Heilungsprozess. Ich konnte nicht laufen, nicht sprechen und nicht sehen. Alles habe ich mir wieder erarbeitet. In dieser Zeit hat mein Weg mich zurück zu meinen Wurzeln geführt: an den schönen & heilenden Bodensee. Hier habe ich mich wieder gefunden, hier durfte ich heilen & meine Kraft & Lebensfreude wiederfinden. Aber vor Allem durfte ich eines wiederfinden: meine Kunst! Mein Weg zurück zu mir selbst & meinem gesunden Körper & Geist. Ich habe gelernt mir selbst & meinem Körper Vertrauen zu schenken & diesen zu lieben wie er ist, und das war enorm wichtig, denn ich habe völlig den Bezug zu mir & meinem Körper verloren.


Und genau diese wunderschöne Erkenntnis der bedingungslosen Selbstliebe möchte ich anderen Mädchen & Frauen (und allen die es für sich verinnerlichen möchten) mitgeben. Mit meiner Kunst zeige ich unsere Weiblichkeit in all ihren wundervollen Facetten. Unsere Körper wie sie sind & sein dürfen, mit Allem was sie erlebt haben & was sie auszeichnet. Und zwar NICHT den weiblichen Körper als OBJEKT (!!), sondern unsere Weiblichkeit als eigene Wohlfühloase mit allen Ecken & Kanten! Denn: DU bist ein Unikat & DU wirst geliebt. DU bist wunderschön & wertvoll. Und ich danke dir, dass du dir Zeit nimmst. Für dich selbst & um meine Kunst zu unterstützen. Liebe deinen Körper so wie er ist. So wie ich es tue. Meine Narben sind schön. Sie erzählen meine Geschichte, als das Leben versuchte mich zu Fall bringen, aber daran scheiterte!

Ja, ich habe Narben. Eine große unter jeder Brust. Einige Jahre zuvor hatte ich viele große Tumore in beiden Brüsten, die daraufhin abgenommen wurden. Und 2 Jahre später ? Da kamen die Tumore an meinen Eierstöcken wieder. Du siehst, das Leben wollte mich klein halten. Aber ich sage: NEIN! Ich lebe & ich liebe. Ich liebe mich. Ich liebe meinen Körper. Was Andere als Fehler oder Makel sehen würden, sehe ich als Zeichen meiner Stärke & Geschichte. Wir alle haben doch etwas zu erzählen. Also fühl dich wohl in deinem Tempel.


Liebe dich selbst, denn die wichtigste Beziehung ist die zu dir selbst. Komme wie du bist & sei wer du sein möchtest. Und wenn du heilen möchtest setze dich zu mir & lausche dem Klang deiner Seele.

Als junge Künstlerin ist meine Mission den Blick für die weibliche Ästhetik zu öffnen & uns allen zu zeigen wie schön wir sind. So wie wir sind.




Sebastian Rydzak



Ich habe meistens in meinen Träumen oder in Menschen die ich treffe von überall her/eine Idee wie ich ein Werk beginne und wie es aussehen soll (Farben, Form, Ausdruck) usw.


Meistens beginne ich mit dem Hintergrund wichtig sind die Farben die zum Werk / Idee passen und den besonderen Ausdruck ermöglichen


Ich arbeite hauptsächlich mit Acryl…aber verwende gerne andere Materiellen die mich inspirieren und dazu bringen, sie in das Werk einzubinden. Bei mir ist es unterschiedlich, manchmal habe ich den Hintergrund und somit entsteht der Rest und auf der anderen Seite habe ich ein Motiv zu dem ich dann die Farbe hinzufüge.


Meine Botschaft an die Welt / Betrachter es soll zum nachdenken animieren aber auch einen Betrachter zum träumen anregen


Nicht jedes meiner Werke ist politisch aber man entdeckt vieles von mir und meinen da sein und wie ich die Dinge sehe und aufnehme.

(Aber am Ende will ich den Betrachter in den Bann ziehen er soll sich verlieren in meinen Werken und für sich selbst das rausholen was er empfindet.




Stephanie Bartel


Die Idee in jedem meiner Bilder ist Schönheit, Leichtigkeit mit dem möglichen zaubern an einen anderen Ort beim betrachten und rundum glücklich zu fühlen mit allen Sinnen. Ein künstlerisches Konzept gibt es nicht. Ich lasse mich von der Natur, Umwelt, Musik, Worten, Mode, Menschen und vor allem Gefühlen und Emotionen leiten.

Somit fließt mein Sein mit all diesen Faktoren in die Farben. Es ist einfach sinnlich jedes Bild neu zu schaffen. Hin und wieder überlege ich an Hand der Farbtafel, ob ich ein ruhiges Bild machen möchte, lebendig, aber letztlich kommt alles anders wenn ich auf die Leinwand/ das Holz blicke und meine Farben. Da fließt dann

meine Kreativität und alles was vorgenommen war, wird hingeworfen.


In 2019 habe ich mit Pouring gestartet. Eine Passion, die über Nacht gestartet ist. Ich liebe das Meer und die Sternschnuppen. Ich wollte etwas individuelles in Verbindung mit Pouring. Besonders liebe ich die Anwendung von Leuchtpulver. Das Bild „Scandic“ ist eine Weiterführung eines Experiments meiner Pouring-Passion. Scandic ist eine Lebensgefühl. Das Bild „Meeresfunken“ verbindet meine Liebe zum Meer und meine Neugier in die Meteorologie.